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FÜR DIE TOTEN BETEN?

Manche fragen mich:

Darf man für die Toten beten?

Ich wüsste nicht,

was uns hindern sollte.

Sie sind ja nicht tot, sondern leben.

Gott, sagt Jesus,

ist nicht ein Gott von Toten,

sondern von Lebendigen.

Hier wie drüben,

Wenn uns das Gebet

mit Menschen verbinden darf,

die am andern Ende der Erde sind,

dann doch auch mit denen,

die sie verlassen haben.

Sie empfangen, was wir ihnen senden,

auf dem Weg über die Güte Gottes,

die sie auch dort geleitet.

Wir sind nun einmal Wesen

zwischen zwei Welten,

Wir gehören nicht ganz in diese Welt

und doch auch noch nicht in die andere.

Aber dazwischen können sich Blüten öffnen

mit einem Leuchten,

das beiden Welten angehört.

Wo unsere Lieben sind,

ist derselbe Gott,

dem wir auch hier vertrauen.

Und in seiner Hand wissen wir

uns selbst und sie,

von denen wir hier noch getrennt sind.

Jörg Zink

Das Bild zu diesem Text ist ein Ausschitt von einem Foto, das ich auf dem Friedhof von Schenkenzell von einem modernen „Grabstein“ gemacht habe. Es hat, wie mir berichtet wurde, manche Diskussionen vor Ort ausgelöst. Mich hat es sehr beeindruckt.

Hier nun das vollständige Bild.

Ein Kommentar

  1. Sibylle Springer

    Lieber Schorsch, der Grabstein hat bei Dir positive Gedanken ausgelöst. Bei vielen anderen Menschen in diesem Dörfchen doch das Gegenteil. Mittlerweile denke ich, haben sich die Diskussionen darüber gelegt und ich vermute, dass im Laufe der Zeit ähnliche Grabsteine auftauchen werden.
    Habt einen schönen Sonntag Eure Freundin Sibylle

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