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God will make a way

Vorstellungsgottesdienst der neuen KonfirmandInnen 2013

Oh, God will make a way
Where there seems to be no way
He works in ways we cannot see
He will make a way for me

He will be my guide
Hold me closely to His side
With love and strength for each new day
He will make a way, He will make a way

By a roadway in the wilderness, He’ll lead me
And rivers in the desert will I see
Heaven and Earth will fade but His word will still remain
And He will do something new today

Oh, God will make a way
Where there seems to be no way
He works in ways we cannot see
He will make a way for me

He will be my guide
Hold me closely to His side
With love and strength for each new day
He will make a way, He will make a way

By a roadway in the wilderness, He’ll lead me
And rivers in the desert will I see
Heaven and Earth will fade but His word will still remain
And He will do something new today

Oh, God will make a way
Where there seems to be no way
He works in ways we cannot see
He will make a way for me

He will be my guide
Hold me closely to His side
With love and strength for each new day
He will make a way, He will make a way

With love and strength for each new day
He will make a way, He will make a way.

God will make a way

Liebe Konfis!

Als wir gestern um diese Zeit miteinander unterwegs waren zur Tennenbacher Kapelle, da habt Ihr noch überhaupt nicht daran gedacht geschweige denn daran denken können, dass Ihr heute dieses Lied der Gemeinde als Euer „Vorstellungslied“ singen werdet.

„Vorstellungslied“ in doppelter Hinsicht: Ihr stellt damit Euch der Gemeinde vor und bringt damit zugleich bewusst oder vielleicht auch noch unbewusst zum Ausdruck, welche Vorstellungen Ihr mit Eurem Konfirmandenunterricht verbindet. Aber dazu später mehr!

Drinnen in der Kapelle hat Daniela Sauter Euch dieses Lied dann zum ersten Mal vorgesungen. Miteinander habt Ihr versucht, den Text zu verstehen und zu übersetzen. Und dann habt Ihr begonnen, es – von Daniela an der Gitarre begleitet und gesanglich angeleitet – nachzusingen, zunächst Zeile für Zeile, mit vielen Wiederholungen, bis Ihr es schließlich alleine habt singen können. Und wie gut, das habt Ihr uns soeben gezeigt.

Diese Erfahrung, die Ihr da gestern mit diesem Lied gemacht habt, ist in zweifacher Weise ganz wichtig für die Zeit, die nun vor uns liegt:

Erstens: Ihr habt damit in Kurzform mitbekommen, was das „äußere Ziel“ Eures Konfirmandenunterrichts sein wird.

Ihr werdet in ihm ganz unterschiedliche Themen kennenlernen, die wir miteinander versuchen werden zu verstehen und in Eure Lebenswirklichkeit zu übersetzen. Darin werden vornehmlich ich, Euren Pfarrer, und diejenigen, die mich darin unterstützen, Euch anleiten und begleiten mit dem Ziel, dass Ihr diese Themen und ihre Inhalte schließlich selbstständig und, was mir auch ganz wichtig ist, selbstbestimmt werdet vertreten können. Denn es geht mir nicht darum, dass Ihr am Ende Eures Unterrichts in allem meiner Meinung seid, sondern dass Ihr durch Euren Konfirmandenunterricht befähigt werdet, Euren für Euch jeweils stimmigen Weg im Glauben zu suchen und zu finden – ein übrigens lebenslanger Prozess, zumindest dann, wenn Ihr wollt, dass Euer Glaube lebendig bleiben soll. Denn Glaube ist nie fertig!

Diese Erfahrung, die Ihr da gestern mit diesem Lied gemacht habt, ist in zweitens deshalb ganz wichtig für die Zeit, die nun vor uns liegt, weil dieses Lied inhaltlich zum Ausdruck bringt, was ich als das „innere Ziel“ Eures Konfirmandenunterrichts bezeichnen möchte, nämlich miteinander verstehen zu lernen und miteinander ein Stück weit einzuüben, was Glaube, was „Gottvertrauen“ für uns und für Euch bedeuten kann oder bereits bedeutet.

Ihr habt ja gestern schon ein wenig mit Daniela darüber nachgedacht, was der Liedtext bedeuten soll.

Dazu noch ein paar kurze Gedanken von mir:

Glaube, Gottvertrauen schafft Hoffnung!

Egal, was ich gerade erlebe, Gott wir immer einen Weg für mich haben, auch wenn ich selbst gerade keinen mehr sehe.

Ihr werdet in Eurem Leben immer wieder in Situationen kommen, die im ersten Moment aussichtslos erscheinen. Gerade dann ist es wichtig, einen Grund zu haben, um dagegen anhoffen zu können, eben den: Auch für mich wird er einen Weg bereiten. Ja noch mehr: Er vermag es, immer etwas Neues, Unerwartetes zu wirken, auch heute! Ich bin überzeugt, dass gerade diese Zusage unser Leben spannender zu machen vermag, wenn wir uns nämlich abends beim Zu-Bett-Gehen einmal bewusst danach befragen würden: Was hat Gott mich heute Neues erleben lassen? Wir werden sicherlich überrascht sein über die Fülle an Antworten, die uns da so kommen werden!

Glaube, Gottvertrauen schafft Sicherheit.

Darauf zu vertrauen, dass Gott „ganz eng an meiner Seite“ bleibt, komme, was da will, vermag mir Sicherheit zu verleihen, auch und gerade dann, wenn meine Sicherheiten mich nicht mehr tragen.

Ich treffe immer wieder Menschen, die mir klagen, Gott habe sie verlassen. Gott verlässt uns nicht! Aber wir sind es, die ihn verlassen, indem wir uns nicht mehr auf ihn verlassen, ihm nicht mehr vertrauen.

Glaube, Gottvertrauen schafft Gewissheit.

Himmel und Erde werden vergehen, aber sein Wort bleibt.

Sein Wort – da habt Ihr gestern überlegt, was damit wohl gemeint ist. Eine Antwort war: Die Bibel oder wie sie bei uns ja auch heißt: Gottes Wort. Die Bibel, die uns hilft zu verstehen, was Gott uns schenkt und was er von uns will. Eine andere Antwort lautete: Sein Versprechen. Gut! Aber welches Versprechen denn? Im Sinne der Botschaft Jesu würde ich sagen: Sein Versprechen seiner bedingungslosen Liebe, die uns allen, seiner gesamten Schöpfung gilt und die uns nichts und niemand weg zu nehmen vermag – nur wir selbst, indem wir sie für uns ablehnen, weil sie für uns keine Rolle in unserem Leben spielt. Glaube, Gottvertrauen bedeutet konkret: Sich der Liebe Gottes gewiss zu sein und sie weiterzugeben an Gottes gesamte Schöpfung.

Und schließlich: Glaube, Gottvertrauen gibt „Kraft für jeden neuen Tag“.

Gott wird einen Weg bereiten und darauf vertraue ich. „Er wirkt auf eine Weise, die wir nicht sehen können“, heißt es im Lied. Aber wir können sie erleben und erfahren. Ein Bild dafür ist das beliebte Bild des Engels. Für mich ist es das Bild für die unendlichen Möglichkeiten, derer Gott sich bedient, um uns seine Nähe, seine Liebe, seine Fürsorge erfühlbar, erfahrbar zu machen. Dietrich Bonhoeffer nannte diese unendlichen Möglichkeiten Gottes „gute Mächte“ und formulierte deshalb folgerichtig im Bezug auf die „Kraft für jeden Tag“, die ihm sein Glaube täglich neu verleiht:

„Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag: Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Gebe Gott, dass wir miteinander auch dieses „innere Ziel“ des Konfirmandenunterrichts, das des Glaubens, des Gottvertrauens, erreichen, – wenigstens ein Stück weit.

Deutsche Übersetzung

Gott wird einen Weg bereiten

Gott wird einen Weg bereiten,

wo es keinen zu geben scheint.

Er wirkt auf eine Weise, die wir nicht sehen können.

Auch für mich wird er einen Weg bereiten.

Er wird mich auf ihm leiten und begleiten,

ganz eng an meiner Seite,

mit Liebe und Kraft für jeden neuen Tag

wird er einen Weg bereiten, wird er einen Weg bereiten.

Auf dem Pfad in der Wildnis wird er mich führen,

und ich werde Flüsse sehen in der Wüste.

Himmel und Erde werden vergehen,

aber sein Wort wird bleiben.

Er wird immer etwas Neues wirken, auch heute!

Gott wird einen Weg bereiten,

wo es keinen zu geben scheint.

Er wirkt auf eine Weise, die wir nicht sehen können.

Auch für mich wird er einen Weg bereiten.

Er wird mich auf ihm leiten und begleiten,

ganz eng an meiner Seite,

mit Liebe und Kraft für jeden neuen Tag

wird er einen Weg bereiten, wird er einen Weg bereiten.

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