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SINGGOTTESDIENST zum Advent

Für die GottesdienstbesucherInnen Erklärender Hinweis auf dem Liedblatt (siehe auch am Schluss!):

Lassen Sie sich von der Adventsbotschaft der Gesangbuchlieder, der biblischen und meditativen Texte und der Musik hineinnehmen in die Begegnung mit dem, der da war und der da ist und der da kommt.

Für die GottesdienstbesucherInnen zum Ablauf:

Die Orgelmusik wird die jeweilige Lesung meditativ aufnehmen und Sie hinführen zu dem dazu gehörenden Adventslied. Als Hilfe zur Meditation finden Sie zu jeder Lesung einen für diese charakteristischen Bibelspruch.

Hinweis für die Durchführenden:

Den Ablauf sollten keinerlei Regiehinweise zum Ablauf und Inhalte, auch keine Textangaben unterbrechen bzw. stören. Sie alle sollten auf einem Liedblatt stehen, das selbsterklärend ist. Eine Vorlage für solch ein Liedblatt mit 4x A5 Seiten = ein gefaltetes A4-Blatt, finden Sie am Ende nach der Liturgie in diesem Eintrag.

Singgottesdienst – Liturgie und Texte

PRÄLUDIUM

LESUNG     Mt 25, 1 – 13

Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen.

Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen!

Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zum Kaufmann und kauft für euch selbst.

Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen.

Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf!

Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.

Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.

SPRUCH

Darum seid wachsam, denn ihr wisst weder Tag noch Stunde, in der der Menschensohn kommen wird.  Mt 25, 13

ORGELMUSIK

LIED  EG  147  1 + 2  „Wachet auf“

VOTUM  GRUSS

GEBET

Herr Jesus Christus,

auf dich warten wir.

Was hätten unsere Tage für einen Inhalt,

wenn wir nicht mehr auf dich warten könnten?

Welchen Sinn hätte all unser Tun,

wenn es nicht mehr

von der Hoffnung auf dich getragen wäre?

Warum sollten wir uns immer wieder

Enttäuschungen und Fehlschlägen aussetzen?

Auf dich warten wir.

Darum sind unsere Tage nicht mehr leer,

darum ist unser Tun nicht sinnlos,

darum können uns auch unsere Enttäuschungen

nicht davon abhalten,

immer neu anzufangen;

denn du wirst kommen und unsere Tage füllen;

du wirst kommen uns unser Tun vollenden;

du wirst kommen und alles neu machen.

Amen

LESUNG     Jes 64, 1 – 4

So sehnte der Prophet Jesaja bereits vor über 2500 Jahren das Eingreifen Gottes in die Geschichte seines Volkes herbei:

Ach dass du den Himmel zerrissest und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen, wie Feuer Reisig entzündet und wie Feuer Wasser sieden macht,

dass dein Name kundwürde unter deinen Feinden und die Völker vor dir zittern müssten, wenn du Furchtbares tust, das wir nicht erwarten –

und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen! –

und das man von alters her nicht vernommen hat.

Kein Ohr hat gehört, kein Auge hat gesehen einen Gott außer dir, der so wohl tut denen, die auf ihn harren.

SPRUCH

Ach, dass du den Himmel zerrissest und führest herab!  Jes 64, 1

ORGELMUSIK

LIED  EG  7  1. 4 + 5  „O Heiland reiß die Himmel auf“

******

LESUNG     Mk 13, 33 – 37

Doch wann wird sie uns scheinen, diese Sonne, die uns endgültig der Finsternis entreißt? Selbst Jesus legte sich da nicht fest, sondern mahnte ernsthaft, die im zuhörten:

Seht euch vor, wachet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.

Wie bei einem Menschen, der über Land zog und verließ sein Haus und gab seinen Knechten Vollmacht, einem jeden seine Arbeit, und gebot dem Türhüter, er solle wachen:

so wacht nun; denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen, damit er euch nicht schlafend finde, wenn er plötzlich kommt.

Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!

SPRUCH

Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst! Mt 8,8

ORGELMUSIK

LIED  EG  11  1. 2 + 4  „Wie soll ich dich empfangen“

******

LESUNG     Psalm 24, 7 – 10

Was kann ich tun, um sein Kommen in geeigneter Weise vorzubereiten? In seinem Psalm fordert uns König David voller Enthusiasmus auf:

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!

Wer ist der König der Ehre?

Es ist der HERR, stark und mächtig, der HERR, mächtig im Streit.

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!

Wer ist der König der Ehre?

Es ist der HERR Zebaoth; er ist der König der Ehre.

SPRUCH

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!   Ps 24, 7

ORGELMUSIK

LIED  EG  1  1. 2 + 5  „Macht hoch die Tür“

******

LESUNG

Er kam nicht wie ein König damals.

Ob deshalb so viele von ihm enttäuscht waren?

Den Messias hatten sie erwartet – ihren Heiland,

der sie und ihr Land wieder heil machen sollte.

So einer täte uns heute ja auch nicht schlecht!

„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, ..!“

So wollten sie ihn empfangen, den „König der Ehren“.

Und als er dann kam, blieben ihm ihre Türen verschlossen.

„Denn sie hatten keinen Raum in der Herberge.“

Unterwegs, so nebenbei geboren, in einem ärmlichen Stall:

So kommt ein König normalerweise nicht auf die Welt.

Sein Hofstaat – eine Schar zusammengelaufener Hirten.

Ein armseliger König! Ja, armselig! Arm, aber selig!

Ein König ohne Macht!

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt“,

wird er später einmal sagen.

Und: Im Reich Gottes herrschen andere Regeln.

Er wird sagen:

Ihr seid es gewohnt, dass selbst die angesehendsten Herrscher in der Gefahr stehen,

ihre Völker zu unterdrücken,

dass die Großen dieser Welt die Kleinen ihre Macht spüren lassen.

Nur, so soll es bei euch nicht sein!

Vielmehr: Wer bei euch groß sein will, der sei bereit zum Dienen,

und wer unter euch der erste sein will, der sei der Knecht aller!

Seht: Auch der Menschensohn ist nicht auf diese Welt gekommen,

um sich bedienen zu lassen,

sondern um zu dienen,

ja sogar,

um dienend sein Leben auf’s Spiel zu setzen zur Erlösung für viele.

Und dann wusch er seinen Jüngern die Füße,

der „König der Ehren“.

Nur, wer will heute noch dienen?

Mit weltlichen Herrschern

wird er nicht um die Vorherrschaft kämpfen.

Aber er wird ihre Herrschsucht und Arroganz entlarven

und den Unterdrückten Mut machen

sich zu befreien vom Anspruch ihrer Unterdrücker.

Ihr sollt Gott mehr gehorchen als den Menschen!

Aber was konkret bringt er uns, der „König der Ehren“?

„Der Heil und Leben mit sich bringt.“

Heil und Leben – was brauchen wir mehr?

Und dann die Wahrzeichen „seiner“ Macht:

Gerechtigkeit, Hilfe, Sanftmütigkeit, Heiligkeit,

Barmherzigkeit.

Nicht unbedingt die Werte,

die in unserer Gesellschaft etwas zählen.

Und doch gerade die Werte,

ohne die kein Zusammenleben auf Dauer

möglich sein wird.

Gerechtigkeit, Hilfe, Sanftmütigkeit, Heiligkeit,

Barmherzigkeit.

Werte, mit denen er uns

und durch uns die Welt verändern will.

Deshalb: „Euch ist heute der Heiland geboren.“

„Der Heil und Leben mit sich bringt.“

Der heil macht, was unheil ist und Unheil schafft.

Ob wir das begriffen haben?

Kommt er damit bei uns an?

Hat er bei uns heute mehr Raum als damals

in den Herbergen Bethlehems, der „König der Ehren“?

Werden wir ihn mit offenen Türen empfangen,

wenn er zu uns kommt?

„Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, mein´s Herzens Tür dir offen ist.“

Ist das wirklich unser Wunsch?

„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer mir auftut, zu dem werde ich kommen und bei ihm Wohnung nehmen.“

Eine schöne Bescherung! Eine echt schöne Bescherung!

SPRUCH

Ihr kennt die Gnade unseres Herren Jesu Christus: Obwohl er reich war, wurde er arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich werdet.      2. Kor 8, 9

ORGELMUSIK

LIED  EG  8  1 – 4  „Es kommt ein Schiff geladen“

******

LESUNG  2. Kor 1, 3 – 6

Ob wir darüber in Freude ausbrechen werden, weil sich dieses Kind für uns verloren gegeben hat, damals – an Karfreitag – am Kreuz? Ob wir ganz bei Trost, also ganz nahe bei seinem Trost sein werden dieser frohen Botschaft wegen? Ob wir dann auch verstehen, wenn Paulus uns deshalb zuruft:

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes,

der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.

Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus.

SPRUCH

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herren Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und der Gott allen Trostes!  2. Kor 1, 3

ORGELMUSIK

LIED  EG  12  1 – 4  „Gott sei Dank durch alle Welt“

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LESUNG  Sacharja 9, 9 – 10

Willkommen, das mag er ja schon sein, aber werden wir ihn erkennen, wenn er kommt? Hatten nicht auch viele damals die Worte Sacharias kaum verstanden, als er freudig verkündigte:

Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.

Denn ich will die Wagen wegtun aus Ephraim und die Rosse aus Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.

SPRUCH

„Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel, und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttieres.“   Mt 21,5

ORGELMUSIK

LIED  EG  13  1 – 3  „Tochter Zion“

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LESUNG  Lk 21, 25 – 28

Es ist gewiss einfacher zu begrüßen, als zu warten, zu warten darauf, dass er kommt, – endgültig, in Fülle. Das weiß auch Jesus, wenn er uns ermahnend und ermunternd zuruft:

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres,

und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.

Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

SPRUCH

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.  Lk 21, 28

ORGELMUSIK

LIED  EG  16  1 – 4  „Die Nacht ist vorgedrungen“

******

ABKÜNDIGUNGEN

LIED  EG  16  5  „Gott will im Dunkel wohnen“

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GEBETSSTILLE  GEBET  VATERUNSER

Lasst uns in der Stille unsere Gedanken vor Gott bringen:

Stille

Herr Jesus Christus,

schon jetzt bist du da bei uns,

auch wenn dein Kommen in Vollendung noch aussteht.

Schon jetzt willst du da wohnen,

wo es keine Freude mehr macht zu wohnen.

Schon jetzt willst du die Hungrigen sättigen,

die wir nicht zu sättigen vermögen.

Schon jetzt willst du Menschen ihr Gesicht zurückgeben,

das sie schon lange verloren haben.

Schon jetzt willst du in jedem Haus und in jedem Land

die Kraft der Versöhnung sein.

Schon jetzt bist du das Licht,

das alle Dunkelheit zerstört.

So lass uns in diesen Tagen,

wollen, was deinem Willen entspricht,

und werden, wozu du uns machst.

Bleibe bei uns,

jetzt und bis dereinst in Ewigkeit.

Amen

Vater unser im Himmel, ….

SEGEN

POSTLUDIUM

Vorschlag für das Liedblatt:

SINGGOTTESDIENST zum Advent

Lassen Sie sich von der Adventsbotschaft der Gesangbuchlieder,

der biblischen und meditativen Texte und der Musik

hineinnehmen in die Begegnung mit dem,

der da war und der da ist und der da kommt.

Zum Ablauf:

Die Orgelmusik wird die jeweilige Lesung aufnehmen

und Sie hinführen zu dem dazu gehörenden Adventslied.

Als Hilfe zur eigenen Meditation finden Sie zu jeder Lesung

einen für diese charakteristischen Bibelspruch.

PRÄLUDIUM

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LESUNG     Mt 25, 1 – 13

Darum seid wachsam, denn ihr wisst weder Tag noch Stunde, in der der Menschensohn kommen wird.  Mt 25, 13

ORGELMUSIK

LIED  EG  147  1 + 2  „Wachet auf“

VOTUM  GRUSS  GEBET

LESUNG     Jes 64, 1 – 4

Ach, dass du den Himmel zerrissest und führest herab! Jes 64, 1

ORGELMUSIK

LIED  EG  7  1. 4 + 5  „O Heiland reiß die Himmel auf“

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LESUNG     Mk 13, 33 – 37

Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst! Mt 8,8

ORGELMUSIK

LIED  EG  11  1. 2 + 4  „Wie soll ich dich empfangen“

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LESUNG     Psalm 24, 7 – 10

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe! Ps 24, 7

ORGELMUSIK

LIED  EG  1  1. 2 + 5  „Macht hoch die Tür“

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LESUNG

Ihr kennt die Gnade unseres Herren Jesu Christus: Obwohl er reich war, wurde er arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich werdet. 2. Kor 8, 9

ORGELMUSIK

LIED  EG  8  1 – 4  „Es kommt ein Schiff geladen“

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LESUNG  2. Kor 1, 3 – 6

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herren Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und der Gott allen Trostes!  2. Kor 1, 3

ORGELMUSIK

LIED  EG  12  1 – 4  „Gott sei Dank durch alle Welt“

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LESUNG  Sacharja 9, 9 – 10

„Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel, und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttieres.“  Mt 21,5

ORGELMUSIK

LIED  EG  13  1 – 3  „Tochter Zion“

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LESUNG  Lk 21, 25 – 28

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.   Lk 21, 28

ORGELMUSIK

LIED  EG  16  1 – 4  „Die Nacht ist vorgedrungen“

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ABKÜNDIGUNGEN

LIED  EG  16  5  „Gott will im Dunkel wohnen“

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GEBETSSTILLE  GEBET  VATERUNSER

SEGEN

POSTLUDIUM

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