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Der wird nicht wandeln in der Finsternis

Meditation zu Johannes 8 Vers 12

Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

„Der wird nicht wandeln in der Finsternis.“

Sie ist uns nicht fremd,

die Dunkelheit.

Manches Mal suchen wir sie geradezu,

um uns in ihr zu verbergen,

um uns in ihr zu schützen

vor den bloßstellenden Blicken anderer,

um uns von ihr einhüllen zu lassen

wie in einer warmen Decke.

Ruhe finden und Entspannung – das tut gut.

Nicht im Licht stehen müssen.

Nicht ans Licht kommen lassen zu müssen

unsere Schwäche, unsere Verzagtheit, unsere Ängste.

Sie ist uns nicht fremd,

die Dunkelheit.

Oft suchen wir, ihr zu entkommen,

weil sie uns ängstigt,

weil sie uns unsicher macht.

Weil sie uns den Blick nimmt für das,

was kommt.

„Und ob ich schon wanderte im finstern Tal …“

Es gibt keinen Lebensweg,

der nicht auch durch finstere Täler führt.

Immer wieder,

und immer wieder ganz anders.

Wenn es hell ist,

brauchen wir kein Licht.

Meinen wir.

Aber wenn wir für uns dieses Licht nicht haben

im Hellen,

dann haben wir es auch in der Dunkelheit nicht.

Ich bin das Licht, das ihr haben könnt,

sagt Jesus.

Ich bin bei euch,

wenn es hell ist bei euch.

Und wenn euch die Dunkelheit überkommt,

dann habt ihr mich bei euch.

Nie wird es ganz dunkel werden können bei euch.

Denn ich bin das Licht der Welt,

das jede Finsternis verwandelt.

Nicht, dass ihr dadurch

vor finsteren Tälern verschont bleibt,

aber wenn ihr auf mich schaut,

mir vertraut,

werdet ihr sagen können:

Fürchte ich dennoch kein Unglück,

denn du bist bei mir.

Dein Stecken und Stab trösten mich.

„Das Volk, das im Finstern wandelt,

sieht ein großes Licht.

Denn uns ist ein Kind geboren

Und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter.“

Mit dem Licht von Weihnachten im Rücken

und mit dem Licht seines Advents,

das uns von der Zukunft her entgegenleuchtet,

vor uns

wird die Dunkelheit je und je,

wenn wir sie erleben,

ihre Macht über uns verlieren.

„Noch manche Nacht wird fallen

auf Menschenleid und Schuld,

doch wandert nun mit allen

der Stern der Gotteshuld.

Beglänzt von seinem Licht

Hält euch kein Dunkel mehr.

Von Gottes Angesichte

kam euch die Rettung her.“

Sein Licht verklärt unsere Schatten

und macht uns selbst zum Licht

für die vielen anderen,

die in ihrer Dunkelheit gefangen sind.

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