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„Irgendwas bleibt“ – Silbermond

Jeder Song mag ja so seine eigene Story haben, auf deren Hintergrund sich seine Gedanken dann aufbauen und entwickeln. Aber jeder und jede von uns verbindet diese Gedanken beim Hören automatisch mit seiner/ihrer eigenen Geschichte und fühlt sich dann in ganz eigener Weise von ihnen angesprochen oder zum Nachdenken angeregt.

Deshalb möchte ich mit Euch den Text dieses Songs noch einmal lesen. Er steht auf unserem Liedblatt:

Sag mir, dass dieser Ort hier sicher ist,
und alles Gute steht hier still.
Und dass das Wort, das du mir heute gibst,
morgen noch genauso gilt.
Diese Welt ist schnell
und hat verlernt, beständig zu sein.
Denn Versuchungen setzen ihre Frist.
Doch bitte schwör, dass wenn ich wiederkomm,
alles noch beim Alten ist.

Gib mir ’n kleines bisschen Sicherheit,
in einer Welt, in der nichts sicher scheint.
Gib mir in dieser schnellen Zeit irgendwas das bleibt.
Gib mir einfach nur ’n bisschen Halt,
und wieg mich einfach nur in Sicherheit.
Hol mich aus dieser schnellen Zeit,
nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit.
Gib mir was, irgendwas, das bleibt.

Auch wenn die Welt den Verstand verliert,
das hier bleibt unberührt.
Nichts passiert.

Gib mir ’n kleines bisschen Sicherheit,
in einer Welt in der nichts sicher scheint.
Gib mir in dieser schnellen Zeit, irgendwas das bleibt.
Gib mir einfach nur ’n bisschen Halt,
und wieg mich einfach nur in Sicherheit.
Hol mich aus dieser schnellen Zeit,
nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit.
Gib mir was, irgendwas, das bleibt.

Da geht es, so höre zumindest ich das heraus, zunächst einmal um die fundamentale Sehnsucht nach Sicherheit.

Gib mir ’n kleines bisschen Sicherheit,
in einer Welt, in der nichts sicher scheint.
Weshalb eigentlich nur „ein kleines bisschen Sicherheit“?

Weshalb nicht mehr? Wir hätten doch am liebsten ganz viel Sicherheit! Ist es nicht vielmehr so, dass bei uns die Sehnsucht nach Sicherheit nahezu unbegrenzt ist?! Vielleicht gerade deshalb, weil wir täglich die Erfahrung machen, machen müssen, dass wir in einer Welt leben, in der letztlich nichts sicher ist.

Gib mir ’n kleines bisschen Sicherheit!

Der Wunsch nach wenigstens einem kleinen Bisschen. Das würde ja schon genügen!

Und dann die Sehnsucht nach Beständigkeit.

Gib mir in dieser schnellen Zeit irgendwas, das bleibt.
Nichtwahr: Immer müssen wir uns auf etwas Neues einstellen. Was gestern neu war, ist heute schon überholt und veraltet. Das Tempo der Veränderungen wird immer rasanter bei uns. Und viele Menschen können dem nicht mehr standhalten, kommen einfach nicht mehr mit. Gerade deshalb brauchen wir bei all dem, was sich verändert, auch das, was bleibt, wo wir uns sicher fühlen, weil wir es gewohnt sind, weil wir uns dort auskennen, brauchen wir Oasen der Beständigkeit, in denen wir wieder zur Ruhe, zur Besinnung finden.

Und schließlich die Sehnsucht nach Verlässlichkeit.

Und dass das Wort, das du mir heute gibst,
morgen noch genauso gilt.
Dass wir uns auch auf das verlassen können, was uns zugesichert wird, was wir uns gegenseitig zusichern. Ohne Verlässlichkeit gibt es kein Vertrauen. Und ohne Vertrauen wird jegliches Zusammenleben zum Krampf und zum Kampf.

„Irgendwas bleibt“

So ist dieser Song von Silbermond überschrieben.

Ja, es stimmt! Irgendwas bleibt immer. Aber wird es was Gutes sein, was bleibt? Oder was nicht so Gutes?

Wonach wir uns sehnen, wird zumindest deutlich an- und ausgesprochen:

Sicherheit – Beständigkeit – Verlässlichkeit

Das ist das, was wir alle brauchen, um mit unserem Leben und all dem, was dazu gehört an Licht und Schatten, zurecht zu kommen.

Sicherheit – Beständigkeit – Verlässlichkeit

Das ist auch das, was wir uns gegenseitig geben, womit wir uns gegenseitig zum Leben helfen können.

Aber das geht nicht so einfach und automatisch. Das müssen für uns Werte sein, die wir miteinander einzuüben und in die Praxis umzusetzen bereit sind. Werte, die uns so manches abverlangen werden.

Sicherheit – Beständigkeit – Verlässlichkeit

Dies gilt zunächst einmal in unseren Ehen und Familien, in der Vermittlung von Bildung in unseren Schulen, im Verhältnis von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, im sozialen Bereich und im Umgang der Generationen miteinander.

Sicherheit – Beständigkeit – Verlässlichkeit

Das ist es auch, was die vielen zu uns kommenden Flüchtlinge bei uns suchen und erhoffen und eben auch bei uns, dank unserer liebevollen Aufnahmebereitschaft finden sollten.

Auch wenn die Welt den Verstand verliert!

So soll es bei uns doch anders sein!

Woher bekommen wir die Kraft dafür und die Zuversicht, dass uns dies zumindest „ein kleines bisschen“ gelingen möge?

Aus unserem Glauben, aus unserem Gottvertrauen.

Die Gewissheit, dass wir uns in der Liebe Gottes geborgen fühlen können, gibt uns die Sicherheit, die wir für unser Leben brauchen.

Er selbst ist der Beständige, der an unserer Seite ist und bleibt, komme, was da will.

Und wir dürfen uns seiner Verlässlichkeit gewiss sein, dass sein Wort, das er uns gegeben hat in Jesus Christus, auch morgen noch gilt.

Wenn wir uns in diesem Gottvertrauen auf den Weg machen, uns für Sicherheit, Beständigkeit und Verlässlichkeit in unserer Welt einzusetzen, da kommt es tatsächlich zu einer Berührung dessen, was himmlisch, und dessen, was irdisch ist, „da berühren sich Himmel und Erde, dass Friede werde unter uns“.

Lied „Da berühren sich Himmel und Erde“

1. Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen, und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.

2. Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.

3. Wo Mensch sich verbünden, den Hass überwinden, und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.

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