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MEDITATION zum Psalm 121

Woher kommt mir hilfe?

Von gott, sagen sie mir

Nur, wer bist du, gott?

Du hättest den himmel gemacht und die erde

Auch mich?

Und den urknall

Und all das, was mich umgibt

Auch das schlechte, das dunkle?

Oder gehört das nur zu mir?

Du wärst im himmel, heißt es

Nur wo ist das?

Irgendwo oben wohl

Deshalb soll ich nach oben schauen

Aber ich kann nicht

Mein blick ist wie an den boden gefesselt

Für mich wäre es besser,

wenn du da unten wärst

mit deinem himmel

vielleicht könnten sich dann unsere blicke kreuzen

im dunkel meiner nacht

hier unten bei mir, wo das leben tobt

du würdest meinen fuss nicht gleiten lassen

wie oft schon bin ich ausgerutscht

auf den glatten stufen des lebens

ist dir das überhaupt aufgefallen

es heißt, du würdest nie schlafen

und alles behüten

ich zweifle oft daran

dazu passiert einfach zu viel!

Oder sehe ich vieles einfach nur falsch?

Wenn ich so auf mein leben zurückblicke

Natürlich gab es da auch immer wieder situationen

In denen ich spürte

Ich bin nicht allein

Und ich muss zugeben

Es hätte manches auch ganz anders laufen können

In meinem leben

Ich würde ja schon gern glauben

Dass du da unten angekommen bist

Bei mir, in meiner nacht

Dass du mich behütest

Tag und nacht

Vor dem verbrennen

Vor dem burn-out meiner kräfte

Und meiner beziehungen

Vor der kälte der inneren vereinsamung

Und meiner ohnmacht

Ein schatten über meiner rechten hand bist du

Sagt einer, der das so erlebt hat

Das klingt so liebevoll, so fürsorglich

Mir täte das gewiss auch gut

Sonne und mond sollen mir nichts anhaben

die gestirne haben keine macht über mich bei dir

Noch eine andere macht

Nur du

Und du wirst deine macht über mich

nicht missbrauchen

Sondern mich durch sie  frei machen von dem,

was auf mir lastet

von meinen ängsten, meinen zweifeln

von meiner schuld, meinem versagen

du wirst mich behüten vor allem übel

nicht nur äußerlich,

sondern in meiner ganzheit von leib und seele

meinen ausgang und eingang wirst du behüten

mein gehen und kommen

wenn ich weggehe und wenn ich zurückkomme

es tut gut zu wissen,

dass du da bist

und mich liebevoll anblickst

nicht von oben herab

sonder ganz von unten

dann hebe ich meine augen auf

von dir gestärkt und aufgerichtet.

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