Zum Inhalt springen

Unter Gottes Regenbogen

Wie war das bei Noah?

Und Gott sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

Und Gott sprach weiter: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig:

Meinen Regenbogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Regenbogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch.

regenbogen

erinnerungszeichen der bergenden gegenwart gottes,

wenn unwetterwolken dein leben bedrohen:

fürchte dich nicht

ich bin mit dir – sagt er

das habe ich dir versprochen

einfürallemal

an dieses versprechen darfst du mich immer erinnern

denk daran, wenn du den regenbogen siehst

regenbogen

gott verbindet den himmel mit der erde

in wohltuenden, in fröhlichen farben

er verbindet unten mit unten

wir brauchen ihn nicht irgendwo oben zu suchen

weil er selbst unten ist

bei uns

regenbogen

gott verbindet sich mit uns

er braucht uns nicht, um gott zu sein

aber wir brauchen ihn,

um mensch,

um wirklich menschlich

zu werden und zu bleiben,

wir brauchen die verbindung zu ihm

um ins lot zu kommen

mit uns selbst,

miteinander,

und mit ihm – dem ursprung des lebens

regenbogen

gott bindet sich an uns menschen

„er soll das zeichen sein des bundes

zwischen mir und euch!“

sein bund – quelle unserer hoffnung

„und ob ich schon wanderte im finstern tal“

 schwere unwetterwolken

ich sehe sie kommen

kann sie nicht aufhalten

sie kommen unweigerlich

geballte dunkelheit

bedrohlich

unheimlich

atem-beraubend

„er soll das zeichen sein des bundes

zwischen mir und euch!“

fürchte dich nicht

ich bin mit dir!

unwetter bedrohen das leben,

jedes leben

unweigerlich

und doch – ohne sie wächst nichts,

reift nichts

sie gehören zusammen:

wetter und unwetter

sonne und regen

licht und schatten

es gibt nicht das eine ohne das andere

jedes wäre tödlich ohne das andere

und

ohne unwetter gäbe es keinen regenbogen

einfacher ist er nicht zu haben

„er soll das zeichen sein des bundes

zwischen mir und euch!“

gerade die unwettererfahrungen eröffnen uns,

wie wichtig unser gottvertrauen ist,

unser glaube,

die hoffnung,

dass ganz gewiss

irgendwann einmal wieder

der regenbogen leuchtet

das ende des unwetters anzeigend

gerade die regenbogenerfahrungen

unseres glaubens sind es,

die uns anhoffen lassen

gegen alle hoffnungslosigkeit

in der gewissheit

gott ist mit uns am abend und am morgen

und ganz gewiss an jedem neuen tag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.